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Sonett I


Die Nacht kleidet die Würfel in dunkle Stille,
Einst gemischt aus Erde des Sozialismus,
Heut’ betäubt mit Spritzen des Kapitalismus,
Besteht meist bei jedem ein höherer Wille.

Zahnlose Löwen schleppen sich durch die Steppe,
Gefärbte Kleckse, stählerne Hirnlosigkeit,
Zischende Ansammlungen erblicket im weit,
Gefächerten Land der regionalen Ebbe.

Qualmende Wälder ernähren die gierig’ Brut,
Ungenügend Gulden erfordern viel Geduld,
Zu gelangen in das ehemals feindlich’ Reich.

Sozialökonomisch mittels Entspannungswut.
Für wahr, aufrecht zu erhalten den Bühnenkult,
Mit Herz, es vermag zu atmen in diesem Teich.

©


Sonett II


Wohl gereift in der Sonne des Westens,
Sechs Generationen reich destilliert,
In denen sich der redlich’ Thor verliert,
Verwirkt er den Verstand in Audienz.

Betörende Gleichgewichtsverluste,
Schmerzhafte Begegnungen eröffnet
Bei Anbruch reifender Frucht und ebnet
Den Weg zum Wiedersehen der Kruste.

Doch, die Erkenntnis naht in jener Stund’,
Alsbald er dem Lebenssafte entweicht
Und man zurückkehret zum Status Quo.

Mit stolzer Begeisterung tut man kund,
Die Sinne und Eindrücke neu geeicht,
Zu wiederholen dies erwartungsfroh.

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Sonett III


Im Hirn auf der ganzen Welt die Wende entsteht,
Mit Farben bunt gemischt durch kreischendes Gegröhl’,
John Barleycorn und William Grant fließen wie Öl,
das Riesenrad und die Müllkippe sich weiter dreht.

Silberwirbel zischen enthusiastisch durch
Den penetrant grau wirkenden Himmel der Nacht,
Ein Gefühl des Beisammenseins im Leib entfacht,
Am Ende entschwunden elegant wie ein Lurch.

Mit schrillem monotonem Dröhnen wird entfernt,
Die Sünde die im alten Jahr begangen ward,
Um zu verdrängen die Last der unerfüllten

Träume, die in der Hypophyse stark erwärmt,
Nun durch die hohen Steuern, einst sehr hart erspart,
passierende Momente, bald wiederkehrend.

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Sonett IV


Betörend lieblich sind ihre Blicke,
Schmerzlich wirkend ihre goldenen Wort’,
Vom Verhalten erst gar nicht zu sprechen,
Fließt der eigene Verstand verwirrt fort.

Was verzückt uns so den Körper,
Dass wir verleugnen, wer wir wirklich sind.
Stehen stramm wie Marionetten,
Befehle empfangend – Befürworter.

Doch, wie schön ist es, zu erwachen,
Und einen Blick der ihren zu erhaschen,
So schön dies in Versform zu bringen.

Doch zu erleben dieses wahrhaft’ Glück,
Müssen wir über den Schatten springen,
Um zu erreichen das Zuckerstück.

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Sonett V


Koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk,
Premium gebackene Qualität,
Erdnussflip- und Crunchipsdiät,
Für wahr, der Müllbeutel wird gesprengt.

Dreißig Prozent weniger Fett,
Schonend geschnittene Geheimnisse,
Der Brennwert verursacht Gewissensbisse
Und ein krachwürzig destruktives Sonett.

Vernaschen und Ausflippen heißt das Rezept,
Knusperfrisch verpackt und verschleppt,
Wurzener Nahrungsmittel GmbH.

Alternative: Auf in die nächste Bar,
Tempo verfeinern mit Wohlbehagen,
Kompromisslose Qualität, noch Fragen?

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Sonett VI


Es gibt Menschen, die sind Atheisten
Und doch führen sie geheime Listen,
Sitzen still in ihrem Kämmerlein
Und sparen sich auch gern den Schweifreim.

Es gibt Menschen, die lieben heißen Tee
Und spielen nur Akkorde in Barrée.
Achtung! Warumduscher und Handbuchleser,
Wahrlich, kein anderer schmeckt wie dieser.

Sind wir alles verklemmte Neurotiker,
metrosexuelle Hypochonder
oder bierschlürfende dicke Rentner?

Folglich – die Moral von der Geschicht’,
Atheisten haben den Draht zum Himmel nicht,
So wird die Tagesschau zur Pflicht.

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Sonett VII


Alle Jahre wieder die selbe Prozession,
Selbstüberschätzung vereinigt in einem Chor,
Fatale Frequenzen quälen das Menschen Ohr,
Humanes Versagen gehört zum guten Ton.

Die Gewalt der drei Weisen ist unantastbar,
Im Zeichen des Sterns folgte man dem großen Ziel,
Für wahr, meist nur ein riesiges Gesellschaftsspiel,
Diverse Verlangen verführen die Kasper.

Der Pöbel ergötzt sich an den Darbietungen,
Generationen, Kulturen, Nationen,
Alle Stände beglückt durchs Wandertheater.

Den Messias gefunden, zum Glück gezwungen.
Drei E.T. hobeln an weiteren Missionen,
die Quelle entspringt durch den heiligen Vater.

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Sonett VIII


Der Sinn des Daseins ist Verbesserung,
Ein wahrhaftig großes Unterfangen,
Das Ziel etwas Neues zu erlangen,
Die Suche nach des eignen Ackers Dung.

Einst war’s wichtig für die Evolution,
Der Mensch ward zu dem, was er heute ist.
„Hör auf zu akzeptieren, wie du bist!“
Ein jeder kennt diese Maxime schon.

Doch vergesse bloß niemals zu leben.
Zerstörung gesellschaftlicher Bande,
Glaub nur, einst all dein Streben find’ ein End’.

Die Welt besteht aus Nehmen und Geben,
Egoismus, eine große Schande.
Merk dir: „Erfreue dich stets am Moment!“

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Sonett IX


An der Tür: „Baustelle, Durchgang verboten.“
Am bunt-rauhen Gestein thront ein Zeitmesser,
An der Decke elf hell-grelle Stromfresser,
Gleich dem Metrum der hier verfassten Zeilen.

Sitzgelegenheiten an Arbeitsplatten,
Hier beschäftigt sich die Zukunft des Landes,
Chillend und durch löschen des Wissensbrandes,
Intelligenz mit haarig langen Matten.

Unterbrechung des Alltags wird genossen,
Das bunte Futterhaus hier stets gefüllt,
Mit Mars®, Snickers® und andren Leckereien.

Aromatisch Wasser wird eingegossen,
In den Behältern stapelt sich wenig Müll,
Die Glocke klingt: „Genieß die Luft im Freien.“

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Sonett X


Traurig bunte Langeweile macht sich breit.
Gedanken schweifen ab vom Stoff der Stunde,
Verlieren sich an einem roten Munde.
Zwei Braune Augen, blondes Haar; welch Schönheit.

Einst diese Art von Freizeit ward genossen.
Doch ab nun verabscheut man die Wartefrist,
Jede Minute, die sie nicht bei mir ist.
Ich denk an dich, die Augen fest geschlossen.

Der Zeiger schafft die wahrlich große Runde.
Das Herz alsbald aufgefüllt mit echtem Glück.
Nur quälend langsam schreitet voran der Tag.

Es naht die schöne Widersehensstunde,
In der nun kehrt, aller Lebenssinn zurück.
Verfasst in Hoffnung, dass dies nie enden mag.

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Sonett XI


Wir hatten den Blues ohne Whiskey in der Hand,
Das waren die Tage voller Adrenalin,
Wir waren so genial, ganz ohne Medizin,
Genau wie wir sein sollten, im Schlaraffenland.

Mit einem nicht enden wollenden Willen,
In den Gedanken knietief eintätowiert,
Risiko, Hans im Glück, leicht alkoholisiert
Und im Radio die Gitarre von Bob Dylan.

Die Wohnung war die Mülldeponie von morgen,
Abwaschbares Plastik, entdeckter Pilzschimmel,
Doch durch Zusammenhalt entsorgt den Hallimasch.

Wie weggeblasen waren die Gesellschaftssorgen.
Die Sonne strahlte hell am wolkenlosen Himmel
Und wir würfelten akribisch einen Dreierpasch.

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Sonett XII


Wirklich beeindrucken tut es wahrlich keinen,
Kleidet es sich doch meistens in grauen Kleidern,
Einen Mantel um, mottenzerfressen, eisern,
Für wahr, nur wenige werden es beneiden.

Schon im frühen Alter lernte es zu gehen,
Erst lahmte es, nun rennt es allein
Blind in eine so unklare Zukunft hinein,
Wird es jemals auf eigenen Beinen stehen?

Mit sechsundzwanzig Brüdern geht es diesen Weg,
Zu verbreiten, ach ja, welch herrliche Speisen,
Der Weg ist noch weit, dennoch das Ziel allen klar.

Auf dass eine große Familie entsteht,
Die einander ehren, besuchen und preisen,
Gemeinsam in die Zukunft – einig Europa.

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Sonett XIII


Unbemerkt brannte die Kerze langsam runter,
Das heiße Wachs lief aus und wurde sehr schnell kalt.
Die Flamme wurde kleiner und erlosch alsbald.
Einsam vermisst der schwarze Docht den Anzünder.

Die Hoffnung, dass er einst wieder gefunden wird,
Er ging ihr verloren, einseitig wird’s bereut.
Der Gedanke ihn wieder zu finden hilft heut,
Doch scheint es unmöglich, es ist solch schwere Bürd.

Ein Schokoladenherz schmolz, als wär’s ein Symbol.
Was bleibt nun noch nach den vielen Trennungsschmerzen?
Vergebene Chance – um die ich ewig trauer.

Die Wachsflecken sind nunmehr kalt, das weiß ich wohl,
Ein großer Platz, stets besetzt in meinem Herzen.
Wie einst in Berlin steht hier nun eine Mauer.

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Sonett XIV


Das Grau des Tages betrübend schwer verhangen,
Mich trifft das grelle Licht der künstlich Sonnen.
So bleiern schwer zerdrücken die Worte mich,
Die jeder schier wahllos schreiend von sich gibt.

Was interessiert mich jener triste Tag,
Wo doch das Herzens Wünsche verschlossen sind.
Es entzieht sich fast gänzlich meinen Blicken
Und blind vermag ich’s nicht mich dem zu Nähern.

Die lodernde Glut der echten Sonn brennt heiß,
Gar blendend grell blitzt nacktes Fleisch entgegen.
Sag Herz, wie lang träumst du schon deinen Traum?

Gib Flügel mir und lass mich weiterziehn,
Die Ketten deiner Qual missfallen mir.
Und verraten werd ich dich und mich selbst.

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Sonett XV


Ich werde mich jetzt erheben und nach Idaho gehen,
Dort eine kleine Hütte bauen, aus Geflecht und Lehm.
Neun Reihen Roggen und ein paar Kürbisse, im Wechsel,
Und der Sonnenaufgang so schön, im See schwarz-weiße Reflexe.

Am Tage unter einem Baum, ein gutes Buch in der Hand,
Die Saiten schwingen lassen, im Blick das trostlose Farmland.
Aufgabenstellung: Beschreibe Leben - Anspruchslosigkeit,
Und im Gesicht hätte ich ein Lächeln voller Zufriedenheit.

Höre ich das Wasser des Sees leise ans Ufer schlagen,
Halte ich inne und werde Erinnerungen hinterfragen,
Was war, was ist und was nicht zu sein vermag, sozusagen.

Der Rhythmus auf den ich meine Thesen lege, wirkt unbeschwert,
Kein Haiti, schon gar nicht Hawaii, und doch bewundernswert,
Denn genau das subtile Ganze macht es für mich lebenswert.

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Sonett XVI


Sympathie, die manch Vorstellungen weckte.
Nicht auszuhalten, dass das Herz so rase.
Zu kurze, fatale Kennenlernphase,
in der ein trauriges Versäumnis steckte.

Folge: 5 schöne Tage voll Euphorie.
Doch alsbald unbekannte Unsicherheit.
Erwartung unerfüllt, kaum Zufriedenheit.
Unbewusst, schleichend, Glückshormonanämie.

Enttäuschung geht, Erkenntnis naht, der Weg ist weit.
Durch ein Loch im Stein schau ich zur Sonne her.
Zunächst durch ihre Worte tief getroffen.

Unterschiede, manche Menschen brauchen Zeit.
Nur geduldig sein, wie der Wind und das Meer.
Etwas Schönes kann entstehen, Ende offen.

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Sonett XVII


Der Mann im Mond kann es wohl kaum mehr sehen
Dieses jene Land im Herzen Europas
Irgendwo östlich im einig Vaterland
Die Uckermark nur durch Politik bekannt

Gruppenzwänge animieren zum Gehen
Was bleibt ist der Rest sozusagen- Ultras
Einer nach dem anderem daraus verschwand
Wie hieß es gleich noch mal dieses Bundesland

Der Adler zieht einsam seine Kreise
Sieht grüne Idylle auf seiner Reise
Abgegrenzt davon eine Metropole

Die Ureinwohner sind betagt und weise
Der Rote Vogel hört Amsel und Meise
„flieg weiter, flieg weiter“ so die Parole

©


Sonett XVIII


Ich frag mich, was Du darüber denkst.
Sinnloses Gerümpel zusammengekehrt in einer Ecke,
noch unreif, zu jung und nicht wert es auch zu wissen.
Wahrscheinlich hast Du recht. Das hast Du ja immer.

Ich war mal kurz davor, nur dass Du es weißt.
Trau Deinen Ohren, beinahe hätte ich es geschafft.
Für Dich, und niemanden sonst, vergiss das nicht.
Moll-Töne schwebten durch die Luft, weißt Du noch?

Bestimmt nicht, warum solltest Du auch.
Es gibt Bessere an jeder Ecke, hört man doch überall.
Doch der Zweck weht dahin, ohne Sinn und Verstand.

Ich mache mir viele Gedanken, das offenbare ich hiermit
und versinke in einem Meer voller Versprechungen.
Doch lass nur, es liegt an mir. Es geht schon.

©


Sonett XIX


Die richtigen Worte fand ich noch nie,
weißt du ja selbst am besten.
Kalte Nacht, der Mut in der Hosentasche,
und mein Blick, unsicher, Richtung Nordwesten.

Ich war ein erbärmlicher Niemand,
doch du halfst mir, jederzeit.
Und ich fand wieder nicht die richtigen Worte,
es tut mir fast schon leid.

Schwarz-weiß flackert der Abspann,
du fängst mich auf, als ob es für immer währet.
Ein Wort reicht dafür schon aus.

Wie wertvoll so ein Sonett doch sein kann,
ein Mensch der lieber lauscht statt redet,
flüstert dir leise zu: Danke.

©


Sonett XX


Ich spiele meinen Sound,
weil ich nichts anderes kann.
Ich trage meine Sachen,
weil ich nichts anderes habe.

Das „Warum“ und „Wieso“
steht für mich außer Frage.
Und doch wüsste ich gerne,
was heißt „Gefühlslage“?

Wie viel Unglück passt in ein Leben?
Kann ich ja sehr gut selber sehen,
obgleich der Rückspiegel beschlägt.

Es gleicht einem einzigen Stillleben.
Davon mal ganz abgesehen,
habe ich mir eine Wartefrist auferlegt.

©


Sonett XXI


Ein jedes Kind bestaunt seine Eltern.
Ein jeder Ehemann liebt seine Frau.
Selbst die Toten haben ihren Grabstein,
kann nicht auch ein Platz für einen Freund sein?

Der Mensch, ja besonders der Egoist,
beseelt vom Gedanken an jenen ist.
Ein treuer Helfer, ein Saufkumpane,
nur rar sind sie in dieser Welt – Schade.

Doch besser keinen als einen halben
Freund, der zum Verräter mutiert.
So gebe ja Acht vor diesen Toren.

Ein Freund heilt Wunden besser als Salben.
Ein Verräter zur Öffnung animiert.
Nur auf dein Inneres, du musst hören.

©


Sonett XXII


Das Neuste vom Neusten immer neu erzählen,
Mit jedem hier und überall auch sonst bekannt,
Die Königin der Königinnen hier im Land,
Versuchst du jeden Prinzen frei dir zu wählen.

Der Spiegel, der Spiegel, der Spiegel lacht dich aus,
Schnell her ein Lächeln sonst bricht noch die Fassade,
Wer erkennt schon gern die Königinnenmade,
Verzeiht mir doch, der Speck ist heute leider aus.

Die Schönste hier im ganzen Land bist du wohl nicht,
Kleb schnell das Lachen dir in dein Madengesicht,
Der Prinz, der Prinz, ruckedigu, Blut ist im Schuh.

Jetzt lächle doch, komm Königin lächle schnell schnell,
Dein hübsches Porzellangesicht bekommt ein Fell,
Ruckedigu, ruckedigu, fort ist die Kuh.

©



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